Rechtliche Grundlagen Videoüberwachung

Bitte beachten Sie alle Datenschutz- und arbeitsrechtlichen Bestimmungen, wenn Sie ein Videoüberwachungs-System in Betrieb nehmen!

Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer Österreich bieten Grundinformationen:

zB Arbeiterkammer
Big Brother am Arbeitsplatz

Ist eine Überwachung durch Videokameras zulässig?

Das Datenschutzrechtsgesetz regelt eindeutig, dass Videoüberwachung zur Mitarbeiterkontrolle verboten ist. Klar unzulässig ist es daher, wenn der Arbeitgeber die Arbeitsleistung von im internen Bereich tätigen ArbeitnehmerInnen durch Kameras beobachten will!

Ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers am Einsatz eines Videoüberwachungssystems kann aber beispielsweise im Schutz vor bzw. in der Hilfe zur Aufklärung von Diebstählen oder Überfällen liegen, etwa im Schalterraum einer Bank, wo ja primär nicht ArbeitnehmerInnen beobachtet werden sollen. Es ist einerseits zu berücksichtigen das Interesse des Arbeitgebers am Einsatz von Videokameras, andererseits aber auch das Schutzinteresse der ArbeitnehmerInnen, die dabei ins Bild kommen. Sofern der Arbeitsbereich des Arbeitnehmers im Blickfeld der Kameras liegt, wird die Menschenwürde berührt und die Zustimmungspflicht (des Betriebsrates in Form einer Betriebsvereinbarung oder in betriebsratslosen Betrieben durch den Arbeitnehmer) ist gegeben.

zb Wirtschaftskammer

Videoüberachung und DSGVO

Wie lange dürfen Aufzeichnungen der Videoüberwachung zur Sicherung des Gebäudes gespeichert werden? Ist dafür eine DVR-Nummer notwendig?

Aufgenommene personenbezogene Daten sind zu löschen, wenn sie für den Zweck, für den sie ermittelt wurden, nicht mehr benötigt werden und keine andere gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht (- eine länger als 72 Stunden andauernde Aufbewahrung muss verhältnismäßig sein und ist gesondert zu protokollieren und zu begründen).

Bitte beachten Sie, daß wir als EDV Unternehmen keine Rechtsauskünfte geben können und ausschließlich für die technische Inbetriebnahme zuständig sind.